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Gesunde Organisationen entstehen nicht durch Einzelmaßnahmen

    Elisabeth Gimm bei der Moderation am Flipchart

    Wenn Unter­nehmen über Betrieb­liche Gesund­heits­för­de­rung spre­chen, geht es oft zuerst um einzelne Ange­bote: ein Gesund­heitstag, ein Rücken­kurs oder frisches Obst in der Küche. Solche Maßnahmen können sinn­voll sein – sie greifen jedoch meist zu kurz, wenn die eigent­li­chen Belas­tungen im Arbeits­alltag bestehen bleiben.

    Gerade in Zeiten von Fach­kräf­te­mangel, hoher Arbeits­dichte und zuneh­menden psychi­schen Belas­tungen wird deut­lich: Gesunde Arbeits­be­din­gungen sind längst kein „Zusatz­an­gebot“ mehr, sondern ein wich­tiger Erfolgs­faktor für Organisationen.

    Das zeigt sich mir gerade jetzt wieder sehr deut­lich, wo viele Projekte abge­schlossen werden und BGF-Güte­siegel einge­reicht werden. Es ist sehr moti­vie­rend auch für mich, zu sehen, wie positiv sich Unter­nehmen entwi­ckeln, die nach­hal­tige ganz­heit­liche betrieb­liche Gesund­heits­för­de­rung leben.

    Gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen beeinflusst Motivation und Leistungsbereitschaft

    Menschen arbeiten moti­vierter und enga­gierter, wenn sie unter anderem:

    • Orien­tie­rung und Klar­heit erleben
    • Wert­schät­zung erfahren
    • ihre Arbeit als sinn­voll erleben
    • Hand­lungs­spiel­räume haben
    • sich im Team unter­stützt fühlen

    Umge­kehrt führen dauer­hafte Über­las­tung, schlechte Kommu­ni­ka­tion oder unge­löste Konflikte häufig zu Erschöp­fung, innerer Kündi­gung und stei­genden Kran­ken­ständen.
    Wirk­same Betrieb­liche Gesund­heits­för­de­rung ist daher eine Win-Win-Situa­tion für Unter­nehmen und Mitarbeitende

    Führung und Unternehmenskultur spielen eine zentrale Rolle

    Gerade Führungs­kräfte prägen wesent­lich, wie Belas­tungen erlebt werden und wie mit ihnen umge­gangen wird. Entschei­dend sind die Rahmen­be­din­gungen, unter denen Menschen arbeiten.

    Dazu gehören unter anderem:

    • realis­ti­sche Arbeits­an­for­de­rungen
    • klare Kommu­ni­ka­tion
    • konstruk­tiver Umgang mit Belas­tungen
    • Betei­li­gung von Mitar­bei­tenden
    • gute Zusam­men­ar­beit
    • gesund­heits­för­der­liche Führung

    Kleine Veränderungen können viel bewirken

    Dabei braucht es nicht immer große Programme und Maßnahmen, die viel Geld kosten. Oft haben bereits kleine Verän­de­rungen spür­bare Wirkung:

    • klare Prio­ri­täten
    • regel­mä­ßiger Austausch
    • Aner­ken­nung von Leis­tungen
    • trans­pa­rente Entschei­dungen
    • Raum für Refle­xion und Mitgestaltung

    Entschei­dend ist die Haltung dahinter:

    Gesund­heit wird als Teil der Unter­neh­mens­kultur verstanden – nicht als kurz­fris­tige Einzelmaßnahme.

    Betriebliche Gesundheitsförderung ist eine Investition in die Zukunft

    Orga­ni­sa­tionen, die Gesund­heit aktiv fördern, inves­tieren nicht nur in das Wohl­be­finden ihrer Mitar­bei­tenden. Sie stärken auch Moti­va­tion, Bindung und lang­fris­tige Leis­tungs­fä­hig­keit – und redu­zieren gleich­zeitig Kran­ken­stände und Ausfälle.

    Denn gesunde Orga­ni­sa­tionen entstehen dort, wo Menschen gemeinsam wirksam arbeiten können – nicht dort, wo nur einzelne Maßnahmen gesetzt werden.

    Dabei zeigt sich immer deut­li­cher: Führung spielt eine zentrale Rolle für gesunde Arbeits­be­din­gungen. Wie Posi­tive Leader­ship Moti­va­tion, Zusam­men­ar­beit und psychi­sche Gesund­heit beein­flussen, steht im Mittel­punkt des nächsten Beitrags zu PERMA-Lead.

     


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